Frankfurter Allgemeine Zeitung, Beitrag von Niklas Maak, 26. Juni 2020

›Würde man tatsächlich beides, Wissenschaft und Künste, hier als unterschiedliche Formen der Forschung am Menschen zusammenbekommen (etwa das eine im Hygiene-Insitut und das andere im Mäusebunker) – dann würde ironischerweise ausgerechnet in einem ausgedienten Bau jener Betonmoderne, die im Zentrum Berlins der Rekonstruktion des Berliner Schlosses weichen musste, das gelingen, was dort immer schwieriger zu realisieren scheint.‹

Niklas Maak, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Beitrag im Tagesspiegel von Birgit Rieger, 24. Juni 2020

https://www.tagesspiegel.de/kultur/abrissplaene-vorerst-gestoppt-die-zukunft-des-maeusebunkers-ist-wieder-offen/25942126.html

›Der Berliner Galerist Johann König und der Architekt Arno Brandlhuber möchten beide Gebäude zum neuen »kulturellen Zentrum« Berlins ausbauen. Das schlugen sie in einem Ende Mai an den Charité-Vorstand, den Berliner Kultursenator und den Regierenden Bürgermeister adressierten offenen Brief vor: »Lasst uns übernehmen – Wir nutzen um.«‹

Birgit Rieger, Tagesspiegel

Beitrag in Der Freitag von Helmut Höge am 11. Juni 2020

https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/namenlose-qualen

›Inzwischen gibt es aber auch eine Kampagne »Rettet den Mäusebunker«, initiiert vom Architekten Arno Brandlhuber und dem Galeristen Johann König, die dieses »Schlüsselwerk des Brutalismus« aus dem Jahr 1971 erhalten wollen. Auf einer Ausstellung des Frankfurter Architekturmuseums wurde der Mäusebunker als »wohl unheimlichster Bau der deutschen Nachkriegsgeschichte« gewürdigt, er passe in die Frontstadt Westberlin, wo es den Architekten zufiel, die wahren Bollwerke gegen den Osten zu errichten …‹

Helmut Höge, Der Freitag

Regionalausgabe Ost des Deutschen Architektenblattes, Ausgabe Juni 2020, Beitrag von Jürgen Tietz

›Direkt am Kanalufer erhebt sich der Mäusebunker, für den gilt: nomen est omen. Formal ist er irgendwo zwischen Pyramidenstumpf und kieloben treibendem Ozeanriesen angesiedelt. Betonhermetisch, mit wenigen eingeschnittenen Fensteröffnungen versehen, kennzeichnen das Haus zudem seine weit auskragenden Lüftungsrohrauslässe in Blau. Schon der Eingang mit seinen geböschten Betonstützen, die die feine hölzerne Lineatur der Schalung zeigen, samt dem aufliegenden Vordach ist ein Betonschmaus.‹

Jürgen Tietz, Deutschen Architektenblatt

Beitrag auf www.greyscape.com

https://www.greyscape.com/the-inspiring-fight-on-the-ground-to-save-berlins-at-risk-brutalism/

›Meanwhile, in the world before Covid-19, Ludwig Heimbach’s planned Mäusebunker exhibition – for now – is scheduled to open in August 2020. »Whilst Charité has agreed to refrain from destroying the Hygieneinstitut, they remain committed to their plans to extensively remodel the building,« says Felix. This has prompted Gunnar and Felix to keep a close eye on the proposed time schedule, which, of course, is subject now to change because of Covid-19. The original intention was to begin to empty out the Mäusebunker this summer, with a demolition date scheduled for this Autumn.‹

https://www.greyscape.com/the-inspiring-fight-on-the-ground-to-save-berlins-at-risk-brutalism/

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Gastbeitrag der Initiativgruppe Mäusebunker, 07. Mai 2020

https://zeitung.faz.net/faz/feuilleton/2020-05-07/rettet-den-maeusebunker/456739.html

›Die Erfahrung zeigt, dass vieles möglich ist, wenn die Eigentümer das Bestehende prinzipiell als erhaltenswertes Kulturgut wahrnehmen. Dabei sollte man auch nicht vergessen, dass die Umnutzung bestehender Gebäude fast immer nachhaltiger und ressourcenschonender als ein Abriss mit anschließendem Neubau ist. Mit Denkmalschutz alleine ist es nicht getan. Noch wichtiger ist es, bei allen Beteiligten ein Bewusstsein für den Wert der bestehenden Gebäude zu schaffen. Noch ist es nicht zu spät!‹
(Felix Torkar, Gunnar Klack)

https://zeitung.faz.net/faz/feuilleton/2020-05-07/rettet-den-maeusebunker/456739.html
https://zeitung.faz.net/faz/feuilleton/2020-05-07/rettet-den-maeusebunker/456739.html